15 Jan

Studie zeigt: Wie eine gute Suche Ihre Kunden zufriedener macht.

Es klingt eigentlich schon überzeugend: Setzen Sie auf Ihrer Website eine „gute Suche“ ein, das macht diese informativer und attraktiver.

Aber ist das wirklich so? Und vor allem – was ist eine „gute Suche“? 

Art Divine, ein Pionier im Bereich der semantischen Suche, wollte es genauer wissen. Zusammen mit Prof. Dr. Thomas Wirth von der Dualen Hochschule Baden Württemberg hat das Bonner Unternehmen eine Studie durchgeführt, in der die Qualität der Antworten auf Suchanfragen auf Websites beurteilt wurden.

Die Beurteiler hatten eine Liste von üblichen Suchanfragen, nichts exotisches. Die Suchergebnisse wurden „blind“ nach Güte beurteilt. „Blind“ bedeutet, dass die Beurteiler nicht wussten, welche Art der Suchmaschine auf einer Site eingesetzt wird. Als „Güte“ wurde gemessen, ob man eine passende Auskunft zur Frage bekommen hat. Weil Menschen subjektiv urteilen, wurde  ausserdem  geprüft, ob alle Beurteiler das selbe Urteil  abgeben – oder sich in der Beurteilung unterschieden. Nach bestandenen Qualitätschecks erfolgte die Auswertung.

Die Ergebnisse sind frappierend:

  • Die beste Suche (eine semantische Suche) liefert über 80% relevante Ergebnisse,
  • Die schlechteste (eine Volltextsuche) nur knapp 20% – über 80% sind irrelevant!
  • Die Semantischen Suchen liefern durchschnittlich 70% „gute Ergebnisse“.
  • Bei den Voltextsuchen erfreuen nur knapp ein Viertel den Suchenden, zwei Drittel der Ergebnisse wurden als „irrelevant“ beurteilt.

Art-Divine_studie.012

Fazit: Eine Gute Suche macht Ihre Kunden zufriedener. Nach den Ergebnissen der Studie von Prof. Dr. Wirth macht eine durchschnittliche Semantische Suche sieben von 10 Menschen zufrieden – eine durchschnittliche Volltextsuche schafft das noch nicht mal bei drei von Zehnen.  Wir wissen nun genauer, dass die Semantische Suche eine gute Suche ist.

Wissensecke

Was ist eine „Semantische Suche“? 

Eine Semantische Suchmaschine versteht eine Eingabe in natürlicher Sprache. Also so, wie wir Menschen uns üblicherweise unterhalten. Ein Beispiel:  „Welche der beiden Strassen hier führt nach Bonn?“  können wir als Menschen beantworten, weil wir den Sinn der Frage verstehen. Unser semantisches Verständnis führt zu Antworten „die Linke“, „die Rechte“, „beide“, „keine, da müssen Sie …“, „weiss ich nicht“.

Was ist eine „Volltextsuche“?

Üblich im Web sind Volltextsuchen. Die suchen nach allen Wörtern einer Suchanfrage in Dokumenten, die sie sich vorher schon mal angeguckt haben (Index). Das ideale Dokument für die obige Frage enthält nach den Kriterien der Volltextsuche also die Wörter  „Welche“ +  „der“ + „beiden“ + „Strassen“ + „hier“ + „führt“ + „nach“ + „Bonn“. Zusätzlich sollte dieses Dokument zumindest die Wörter „Strasse“ und „Bonn“ als Stichwörter notiert haben. Und mit anderen Dokumenten ähnlichen Inhalts häufig verlinkt sein. Dann wird der Link zum besten Ergebnis-Dokument als Suchergebnis präsentiert.

Übrigens: Intuitiv agieren wir unterschiedlich, je nachdem ob wir eine Volltext-Suche oder eine  Semantischen Suche nutzen:

– Bei Volltextsuchen machen wir uns oft  viele Gedanken, was wir denn nun wirklich in den Suchschlitz der Suchmaschine eingeben müssen, gerade auch dann, wenn wir nach Informationen suchen, deren Fachsprache wir nicht beherrschen.

– Natürlichsprachliche Fragen an Semantische Suchen werden mit der Erwartung gestellt, dass wir ein Gegenüber haben, das uns versteht. Oder Verständnis herstellt, indem es zurückfragt. So werden  „knifflige“  Fragen im Quasi-Dialog beantwortet.

 

Schreibe einen Kommentar