20 Jan

Papa, was machst Du als Databerata eigentlich so?

Wie erklärt man, wenn man nicht Arzt, Bäcker, Händler oder Metzger ist, seinen Kindern, was man so macht? Ich habe es so probiert:

„Ich bin  Data Scientist in meiner eigenen Firma mit dem Namen Twenty54Labs. Die Zentrale der Firma ist in Valkenburg (NL) und es gibt noch Kollegen in Bonn (D) und  Santa Rosa (Kalifornien / USA).

Data Scientist – was macht er denn da genau? 

„Die Aufgabe eines Data Scientist ist es, aus großen Datenmengen Informationen zu gewinnen, Zusammenhänge zu erklären und Empfehlungen abzuleiten. Dazu bedient er sich Werkzeugen aus Mathematik und Statistik.

Wie macht er das denn?

„Unübersichtliche, große, teilweise ungeordnete Datenmengen (z.B. Texte, Zahlen, Tweets, Facebook Posts, Maschinendaten, Bilder – das alles wird „Big Data“ genannt) werden mit Computerhilfe sortiert und auf einander bezogen. So konnten wir zum Beispiel für ein Lager mit Ersatzteilen einer Fabrik rausfinden, wie die Teile heissen, die da im Regal liegen. Selbst wenn die Schilder abgegangen sind und auf dem Boden rumliegen oder man früher und heute unterschiedliche Namen verwendet. Oder bei Maschinen rausfinden, ob bald irgendwas kaputt geht – bevor es kaputt geht.

„Anschließend werden aus den ersten Ergebnissen Ideen abgeleitet, was das denn bedeuten kann, was wir rausfinden. Diese Ideen überprüfen wir dann mit Mathe und Statistik: Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Und – wie sicher sind wir uns?

Kurz gesagt?

„Ich bin „Rausfinder“ und „Dolmetscher“  zwischen Daten und Menschen. Manche nennen mich auch deshalb „DataBerata“.  Ich arbeitet schon lange mit Zahlen und Menschen und Daten. Das Wissen gebe ich auch gerne weiter – wie Du weisst, bin ich auch Lehrer an einer Hochschule, schreibe Fachbücher, halte Vorträge und gebe mit Kollegen Bücher heraus.

Was braucht man, um Data Scientist zu werden? 

  • Statistik-Wissen und Spass, mit Zahlen zu arbeiten
  • Spass an Mathe als Handwerkszeug
  • Kreativität – manchmal „verrückte Ideen“
  • Kommunikationstalent – also mit Menschen und Computern reden zu können
  • Neugierde, um  neue Dinge zum Nachgucken, also Werkzeuge, selbst zu entwickeln
  • Stark sein – weil ich meine  Ergebnisse  immer noch mal genau angucke und von den Kollegen prüfen lasse, ob sie auch richtig sind
  • guten Menschenverstand und Erfahrung
  • auch ein Studium u.a. in den Fachrichtungen Data Science, Business Intelligence, Sozialwissenschaft, Volkswirtschaft, Psychologie

Kann man das denn wirklich studieren? 

„Inzwischen ja – momentan noch in einigen wenigen Studiengängen „Data Science“ oder aufbauenden Masterstudiengängen. Aber die  gibt es zur Zeit schon. Und es werden immer mehr.

In welchen Firmen arbeitet man als Data Scientist? Ausser in der eigenen?

„Überall dort, wo man aus Daten Informationen gewinnen will: Heutzutage eher fast überall. Von Werbeagenturen über produzierende Unternehmen (Lebensmittel, Autos, Kleidung), Handelsunternehmen, Behörden (Kriminalpolizei), in der Marktforschung, bei Versicherungen bis hin zu Lehre und Forschung …

Gibt es denn auch noch freie Stellen?

„Ja – jede Menge, weltweit. Sowohl für Angestellte, wie auch für Selbständige.

Mehr Informationen zum Thema Data Scientist bei mir. Und hier.

 

07 Dez

Cambridge Analytica. Oder wie man neue Werbemöglichkeiten erfindet.

7.12.2016      Welche Chancen haben Unternehmen, die das Verhalten von Menschen über die Schaltung von Werbung im Web (Adds)  – oder das „Injizieren“ von Kommentaren und Posts – mit ausreichender Wucht zu beeinflussen versuchen?

Als Data Scientist, Autor und Unternehmer interessiert mich dieses Thema aus professioneller Sicht. Und endlich gibt es einen Use Case dazu: Titel „Cambridge Analytica, Trump, Brexit und noch ganz viel mehr!“.

Hier die wichtigsten Ergebnisse.

In „Das Magazin“ erscheint am 3.12.2016 der folgende Artikel über Michal Kosinski, einen Data Scientist, der herausragende Grundlagenforschung betrieben hat.  https://www.dasmagazin.ch/2016/12/03/ich-habe-nur-gezeigt-dass-es-die-bombe-gibt/

Michal  Konsinski hat an der Cambridge University ein Verfahren entwickelt, wie man aus auch kurzen schriftlichen oder symbolischen Äusserungen von Personen auf die Persönlichkeit dieser Person schliessen kann. Diese Texte können unterschiedliche Quellen haben – und auch aus  dem Web (Bsp. Texte oder „Likes“ bei Facebook) bezogen werden. Das klingt wundersam und genial – und ist wie üblich mit einer sehr guten Idee, Fleiss und Forscherdrang umzusetzen.

Es empfiehlt sich, das Ergebnis der Forschungsarbeit im Web zu besuchen. Auf der Website https://applymagicsauce.com/demo.html kann man sich mit eigenen Texten versuchen. Zwischenergebnis nach meinen Recherchen: Das was die Cambridge UNIVERSITY (nicht die Firma!!) macht, ist wirklich fundiert und sehr interessant.

Forschen Sie selbst. Vielleicht mit mit eigenen Texten. Sie werden sehen – ein paar Zeilen eigenen Textes – und sie können „psychografiert“ werden. Vielleicht entdecken Sie auch den „Schwager Effekt“, von Statistikern „n=1“ Effekt genannt: Schwager Effekt:  Zu jeder Statistik findet man einen Schwager, auf den diese Statistik nicht zutrifft. Das „n=1“ bedeutet – der Schwager ist nur eine einzelne Person, und damit kein Beweis „gegen“ die Statistik, die wurde (hoffentlich) an einer repräsentativen Stichprobe erhoben.

Das bedeutet: Die Ergebnisse der Tests werden nicht  immer 100% zutreffend für Sie sein. Sie sind auch nur „n=1“ – also eine einzelne Person. Beim weiteren Erforschen der Seite bekommen Sie aber  Informationen, wie es zu diesem Instrument kam und wie exakt dieses messen kann. Beim Klicken der an den Indikatoren positionierten „?“  wird u.a. erklärt:  „The predictive model was built using a sample of 260,000 participants’ scores on the 100-item long International Personality Item Pool Questionnaire (IPIP), arguably the most popular personality assessment in use today“. Prediction Accuracy (Area Under the Curve) : Between .35 and .50″ (Anmerkung: perfekt wäre eine Güte von 1 = 100%ig richtige Vorhersage, ganz mies 0 = 0%).

Wie hat Herr Kosinski (und seine Kolleg*innen) das also gemacht? In einer Studie mit 260.000 Menschen werden Zusammenhangsmaße zwischen den Ergebnissen von psychologischen / psychiatrischen Tests (Big 5) und „anderen“ Variablen ermittelt. Ziel ist es,  die Fragen des wissenschaftlichen Tests „Big 5“ gar nicht mehr stellen zu müssen, sondern sogenannte „Proxies“ (Stellvertreter) zu finden, die hoch korrelieren. Statt 100 Fragen beantworten zu lassen,  braucht man nur noch diese Proxies (Bilder, Formulierungen, Likes) als Indikator. Dieses Verfahren wird auch bei der Entwicklung von Persönlichkeitstest genutzt, um handhabbare (z.B. kurze),  valide (genaue) und reliable (verlässliche) Messverfahren zu entwickeln.

Die Bildung von Proxies kann mit dem Verlust der Güte eines Test einhergehen – die Vorhersagegenauigkeit leidet. Aber: Wenn ich statt der 100 Fragen der Persönlichkeitstest nur die Anzahl der Likes auswerten muss, um z.B. Neurotizismus zu erkennen, geht’s schneller, man muss nicht Fragebogen ausfüllen lassen, es ist preiswerter. Aber halt nicht so genau.

Herr Kosinski zeigt auf, dass dies auch mit öffentlich zugänglichen Proxies geht: Diese Art der Äusserungen findet man man bei Facebook in jedem Profil. Nun, eine Vorhersagegenauigkeit von .35 bis .50  ist nicht sonderlich hoch, im wissenschaftlichen Sinne. Aber schon nutzbar, wenn man ansonsten nichts weiss über ein Gegenüber oder eine Person hinter einem Facebook Profil. Und, wenn man nichts weiss, aufgrund von Selbstauskünften wie Wohnort und Beziehungsstatus mit der Giesskanne Werbung ausschütten müsste.

Es wird so gut nutzbar sein, dass tatsächlich die ein oder andere Person gefunden wird, die von ihrer Persönlichkeitsstruktur für definierte politische Botschaften oder Produktwerbung aufgeschlossener ist.

Zwischenbemerkung – die sogenannten „Big 5“ zu nehmen, ist der richtige Ansatz: Alle anderen Persönlichkeits-Tests sind eher auf dem Mess-Niveau von Horoskopen. Siehe: http://databerata.de/anleitung-zum-wahrsagen/.

Die Firma Cambridge Analytica (CA) nutzt dieses Vorgehen kommerziell und posaunt: Wir haben nicht nur Trump gekrönt, sondern bereits dem „Brexit“ den Weg  bereitet.

Wie genau soll das gehen?

  1. Cambridge Analytica ermittelt „auf Vorrat“ Persönlichkeitsprofile aus Facebook Profilen
  2. CA bekommt den Auftrag, potentielle Trump-Wähler zu finden und zu beeinflussen
  3. Eine Analyse der Zielgruppe „potentielle Wähler von Trump“ hätte ergeben, dass diese eher zu einer selbstunsicheren Persönlichkeitsstörung  neigen („… ist gekennzeichnet durch Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit. Es besteht eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden, eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit. Die betreffende Person neigt zur Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten.
    Quelle Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstunsicher-vermeidende_Persönlichkeitsstörung vom 17.1.2017 11:05)
    .
  4. Cambridge Analytica  selektiert aus den gespeicherten Persönlichkeitsprofilen die zutreffenden Zielprofile (a la Kosinski)
  5. und postet auf deren Timeline in Facebook entsprechende Meldungen
  6. … und kann tatsächlich, nicht perfekt, aber ganz gut, Meinungen beeinflussen.

Beim genaueren Hinsehen entsprechen diese Schritte auch einem „traditionellen“, durch  Tracking und Tracing generierten Profiling von Zielpersonen im Web. „Personalisierte Werbung“ heisst der Fachbegriff.   Nur ist dieses Profiling meistens nicht so gut ….

Mit den Veröffentlichungen von und über Cambridge Analytica entstand eine Welle von Kommentaren, die wie einander zitierend sich zumindest an einem Wortspiel probierten: „Big Data – Big Schwindel“ wurde z.B.  am 6.12.16 die Meldungen in der WELT getitelt. Wobei diese nicht-Fach-Artikel mit wenig statistischer und analytischer Fachkenntnis aufwarten konnten.

Hat nun CA Trump auf den Thron geholfen? Dem Brexit zur Mehrheit verholfen? Ob das Schwindel war – das könnten exakte Analysen und Befragungen beantworten. Auf jeden Fall ist Cambridge Analytica ist ein echter PR Coup gelungen. Sehr lautstark krönen sie sich zu den Königsmachern. Und es stimmt: Ihre Werkzeuge greifen auf der Basis Psychografie besser, als es anderen Verfahren des Tracking und Tracing tun (die üblicherweise auf Grund einer Surf-Historie  einer Person ein „Profil“ zuweisen, um dann individuelle Werbung zu schalten).

Meine Meinung ist: Das Ziel von CA dürfte nicht der nächste Auftrag von der AfD oder Herrn Wilders sein, sondern Fuß zu fassen in der lukrativen Welt des Tracking und Tracing: Ein echter Clou! Kategorisiere psychografisch ein Facebookprofil auf Basis der Likes und Statements, spiele „passgenaue“ Werbung (Adds) hinzu, und revolutioniere den Markt der Online Werbung. Damit wäre CA ein idealer „Partner“ für Facebook, Google & Co..

TL; DR

Cambridge ANALYTICA nutzt eine fundierte wissenschaftliche Entwicklung der Cambridge University, um Personen zu „psychografieren“. Diese „Psychografien“ können genutzt werden, um leicht beeinflussbare Menschen zu finden um diese zu „informieren“.

Nutzbar ist dies sowohl für Politiker – aber eher noch für Werbetreibende. Das Big Business mit Big Data könnte erklären, warum Cambridge ANALYTICA so laut mögliche Erfolge rausposaunt.

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Stand der Informationen: 17-01-17

06 Okt

Marktforschung der Zukunft – Mensch oder Maschine?

„Marktforschung der Zukunft – Mensch oder Maschine?“
Die Herausgeber Bernhard Keller, Hans-Werner Klein und Stefan Tuschl haben erneut Autoren für ein Basiswerk der Zunft werben können.

 

978-3-658-12364-2_Cover_1.inddDas Buch liefert liefert Antworten. Fachlich, verständlich und mit Herzblut geschrieben teilen 19 renommierte Autoren ihre Visionen und Projekte für die „Marktforschung der Zukunft“.  Kommt es zum Showdown? Mensch oder Maschine?

„Marktforschung der Zukunft“ ist kein Roman. Obwohl die Gliederung der Inhalte sich fast so liest. Lassen Sie sich einladen, Marktforschung in der Zukunft zu erkunden. Dazu braucht es eine Kartografie, Leuchttürme und Wege, um dort hinzugelangen. Der vorliegende Band ist weder Dogma, noch vollständig, sondern wie der erste Band: Einladung zum Diskurs.

Der Inhalt:

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23 Mai

CX – nur Schirmchen auf den Eisbechern der Kundendaten?

Just married. Lautstark scheppern die leeren Dosen mit der Aufschrift „CX*“ hinter dem weißen Cadillac der vielleicht verpassten Chancen. Könnte ich Braut oder Bräutigam gewesen sein? Oder zumindest der Fahrer?

Geht es Ihnen auch so wie manchen unserer Kunden? Statt sich mit der Bedeutung von Daten, Prozessen und IT im Zusammenspiel für das eigene Unternehmen beschäftigen zu können, die Ärmel hochzukrempeln und mit klarem Blick in die Zukunft zu „schaffen“, werden wir in immer schnellerer Folge mit Buzzwords beworfen.

Die manchmal treffen, manchmal sogar schmerzen, aber oft auch zu keinem Ende kommen, weil – ducken! – das nächste Brumm-Wort angeflogen kommt. Selbst die Seminarwelt kommt nicht mehr hinterher –  sondern organisiert Besuche im  Antiquariat der Moderne.

Ich merke gerade: Wir haben momentan (23.05.2016, 12:05) auch nicht mehr so viel Big Data als Buzz-Word. Ist sogar aus der Hype Curve von Gartner verschwunden. Weil BD bereits nutzbar ist – ohne dass es gemerkt wurde. Weiterlesen

15 Okt

Predictive Analytics? Ich sehe was, was Du nicht siehst!

Ich sehe was, was Du nicht siehst? Predictive Analytics!

Von Hans-Werner Klein, Twenty54Labs (Erschienen am 15.10.2015 in: „Das ganz große Ding – Predictive Analytics / Big Data“ Marktforschung.de – Das Dossier)

Predictive Analytics von einem Marktforscher durchleuchten lassen, das hat schon was. „Predictive“ waren die meisten Produkt-Marktforschungen schon immer, gerade deshalb wurden sie schließlich gemacht: Unternehmen erstellen schließlich Geschäftspläne auf Basis von datenbasierten Prognosen.

Soziologische Analysen hatten auch zumeist die Idee, dass man Verhalten von Gruppen analysieren und vielleicht auch vorhersagen kann. Mit den größten Wert auf „Predictive Analytics“ legen politische Parteien – und schauen sich ganz genau an, wie welche Themen in der Bevölkerung zu einem Erfolg der Partei am Wahltag führen können. Vielleicht kann ich diesen Beitrag für das marktforschung.dossier mal anders angehen. Vielleicht aus der Ecke Literatur, Film, Kunst oder  literarisch-philosophisch? Weiterlesen

06 Mai

Alien oder Bro – da kommt was auf Sie zu!

cropped-DSCF5257.jpgHat Ihr Auto einen Kosenamen? Reden Sie mit ihm während der Fahrt?  Schauen Sie es manchmal einfach nur freundlich an? Warten Sie ab, was jetzt auf Sie zu kommt.

Vernetztes Fahren, Connected Car, Mobile Informationssysteme, CarPlay, MirrorLink, NorthStar, E-Call, Maut, Infotainment. Die Digitalisierung von Fahrzeugen trägt unterschiedliche Namen – und bietet unterschiedliche Technik an.

Manche Technik wird Gemeingut sein.  Der E-Call wird ab 2018 verpflichtend in neu konzipierte Fahrzeuge eingebaut. Und selbst im General-Anzeiger Bonn wird dargestellt, was es mit dem E-Call* auf sich hat, was dieser für Fahrer und Insassen im Notfall tun wird.

Vergessen wird dabei oft,  welche Möglichkeiten zusammen mit dem E-Call durch die Tür kommen könnten. Und diese Möglichkeiten tragen emotionale Züge. Weiterlesen

12 Mrz

Kunden schneller verlieren: Keine Liebe, Anerkennung, Aufmerksamkeit

Ein guter Rat-Schlag! Kunden schneller verlieren: Keine Liebe, keine Anerkennung, keine Aufmerksamkeit geben. 

Lieben Sie Ihre Kunden? Also kennen sie ihn/sie genau, Vorlieben, Kommunikationswege, in welcher „Sprache der Liebe“ er oder sie angesprochen werden möchte?

Gary Chapman* hat für die Paartherapie ein einfaches und wirksames Modell entwickelt – auch zum selber ausprobieren im Privaten geeignet. Sein Bestseller:  „Die fünf Sprachen der Liebe“ führt folgende Wege zum Herzen auf:

  • Lob und Anerkennung (Lautet die Devise „Herzlichen Dank für Ihren Kauf“ oder „hahaa – wieder ein Dummer reingefallen!“)
  • Zeit zu zweit (kein 1.000 Leute Kundenevent, besser 1:1 Betreuung)
  • Geschenke, die von Herzen kommen (müssen nicht teuer, aber achtsam gewählt sein)
  • Hilfsbereitschaft (in der Not zeigen sich Freunde)
  • Die fünfte Sprache „Zärtlichkeit“ sehe ich in diesem geschäftlichen Umfeld nicht als Kanal.

Liebe – ist eine gewaltige Sache, nicht wahr? Weiterlesen

07 Jan

Verbrechen gegen die Menschlichkeit?

Gute Vorsätze umsetzen, Gute Umsätze generieren. Sehr Lesenswert.

Nehmen Sie ihr Web-Business wirklich ernst? Machen Sie etwas ausser Traffik bei Google kaufen? Was – Sie kaufen sogar bei „Traffik-Generatoren„? Puh, und investieren auch in Affiliate. Aha. Sind Sie auch sonst mutig? Ich meine, haben Sie echte Zahlen, was das alles bringt?Ob Sie nicht sogar vielleicht übervorteilt werden?

Was ich meine? Lesen Sie den Artikel von Avinash Kaushik (Leuchtturm und Macher im Bereich Webanalyse). Oder nehmen Sie direkt Kontakt zu mir auf. Schliesslich habe ich über 10 Jahre erfolgreich WebAnalyse bei der Telekom eingeführt und betrieben. Und weiss was Sie wissen sollten. Ich erstelle gerne praktikabel und effizient Ihre WebAnalyse inkl. Betrugsabwehr. Reden wir miteinander.

Hier der Link zu meinem Angebot 2015.

Hier der Link zu Avinash Kaushiks Artikel, von diesem stammt auch der etwas „laute“ Titel: „Digital Marketing Analysis Crimes against Humanity“ http://www.kaushik.net/avinash/digital-marketing-analytics-crimes-against-humanity/

 

06 Dez

Mitherausgeber: „Zukunft der Marktforschung“. Buch

„Zukunft der Marktforschung“ erschienen und schon Bestseller 

Blog-Artikel sind Momentaufnahmen – mit der selben Sorgfalt und Liebe zum Detail erstellt wie Bücher.  Unser Buch zur „Zukunft der Marktforschung“ ist ein Sammelwerk, der Kommentar vieler kenntnisreicher Menschen zum Thema „Welche Rolle wird die Marktforschung künftig für Unternehmen noch spielen?“.

Bücher werden höchstens neu aufgelegt und dabei „verändert“. Blogs werden weitergeführt und sind – wenn es optimal wird – lebendig.

Daher planen wir, das Buch im Web weiterzuführen. Der Diskussion über die Zukunft der Marktforschung eine Site zu geben. Über das „wo“ führen wir gerade Gespräche, das „wie“ ist uns auch schon klar: lebhaft und kenntnisreich.

Zum Buch:

Inhalt

Welche Rolle wird die Marktforschung künftig für Unternehmen noch spielen? Weiterlesen

24 Okt

Zukunft ist, wo der Ball sein wird, nicht wo er ist*

Freitag 17.10.2014. Kamer van Oranje, Oosterbeek (NL)

Das Treffen von Oosterbeek (NL) hat Freunde, Kollegen und Partner von Twenty54Labs zusammengebracht um über ein spannendes Thema über das  „Bedürfnis nach Wissen“  zu sprechen. Informatica, Cortex, Consetto und Twenty54Labs stellen sich der Frage, welche Bedürfnisse aktuell und zukünftig den Datenmarkt treiben werden.

DSCF7828

Datenquelle

In der verzaubernden Umgebung einer alten Orangerie in Oosterbeek (dort wurden auch die Photographien gemacht)  lassen wir leerzitierte Begriffe wie „Large Scale Data, Complex Data, Data Migration, Data Matching, Interfaces, Multi-Modale Datenbanken, Bi-Temporale Datenspeicherung, NoSQL, DataMining, Semantic Analytics, Natural Language Technology“ einfach mal links liegen und beschäftigen uns mit dem was dies bedeutet, und wie es nützlich gemacht werden kann. Weiterlesen

10 Sep

Lara gesteht. Urmel war bezahlt. DataKrimi II

Was bisher geschah: Lara, eine Schauspielerin aus Lübeck hat ihr erstes Engagement in ihrer Heimatstadt. Eine freie Bühne hat ihr die Hauptrolle in einem Krimi angeboten.

Statt eines Textbuches findet sie einen 3-seitiges Papier, in der sie als Lara die Rolle in einem verwirrenden Krimifragment spielt, in der Post. Lara wird im Anschreiben gebeten, das Drehbuch weiterzuschreiben. Sie bittet einen befreundeten Datenspezialisten, die Geschichte zu entwirren. Das Textbuch wird als „bereinigtes Fragment“ im Blog des DataBerata veröffentlicht.

Eine eher unübliche Voranalyse einer Datenanalysen beginnt. Wenn Daten bereits vorliegen, sollte „Data-Cleansing“ – also das Reinigen der Daten eine gute Idee sein, um mit wenig Beifang in die Arbeit zu gehen. Dazu werden gebraucht: Faktenrecherche und Tools wie das TextMining (also semantische Analysen).

Was sind die Fakten?DSCF7306

Zeit?
Friedensdemo: Die Friedensdemonstration hat am Holstentor am 11.8.von 11-14 Uhr stattgefunden.
Wetterbedingungen: Es gab ein Unwetter mit Nacht am Tag am 11.8. gegen 15:30
Datum und Uhrzeit, an dem das Script spielt, lassen sich genau nachvollziehen.

Orte?
Die angegebenen Orte sind real – tatsächlich findet man die angegebenen Plätze:
Das Theaterpuppen-Museum gibt es, an einer Ecke baumelt ein Drachen an einer Kette.
An dem Museum führt eine Einbahnstraße entlang, die gepflastert ist.
Auch Details sind stimmig: Auf dem Weg vom Holstentor zum Museum sind Schuhläden, die wie immer einen rechten Schuh nach draußen stellen, zum schnellen Anprobieren.
Das Schwimmbad an der Waknitz ist existent. Seit 1922 oder länger.

Ereignisse?
Todesfall an dem fraglichen Tag: Recherche bei den Einsatzkräften ergibt, es gab keinen Einsatz von Polizei oder Rettung in der Nähe des Museums
Es wurde kein Bestatter beauftragt.
Bisher wurde keine Leiche, auf die die Beschreibung zutrifft, im Wasser oder auf Land gefunden.
Der Drache hängt (immer noch / wieder) an seinem Platz. Die Frage nach einem „Fall“ wurde nervös mit „nein, nein!“ beantwortet. Beschädigungen des Drachens sind auch mit Teleobjektiv nicht auszumachen).

Was macht Lara daraus?

Ein Drehbuch eines Lübeck Krimis – demnächst in der Freien Bühne zu sehen. Sie hat den Drachen dafür engagiert, oder besser: eine Kopie. Für Urmel musste sie zahlen!

Was hat das mit DataBeratung zu tun?

Eine Menge – oft sind Aufträge oder Ausschreibungen wie ein DataKrimi verschlüsselt. Fakten müssen geprüft werden, Zusammenhänge entschlüsselt, Hintergründe recherchiert werden. Daten sollten erst einmal geprüft und bereinigt werden, damit man „an die Schätze kommt“ und nicht von Verpackung und Merkwürdigkeiten abgelenkt wird. Data Cleansing entwickelt sich immer mehr zu einer unabdingbaren Voraussetzung, bevor Complex & Large Scale Data (unzureichend Big Data genannt) analysiert werden können.

Dazu gehört neben neuester Technologie (Semantik, Multivariate Verfahren – die ein DataBerata nutzen sollte) auch Expertenwissen. Also das Know How der Auftraggeber, die Kenntnis in den Fachbereichen.

Gibt’s noch einen DataKrimi?

Ja – ich freue mich auf meinen DataKrimi aus Würzburg. Diesmal helfen Zahlen einen besonders merkwürdigen Fall aufzuklären.DSCF7516

18 Jun

Global Pulse – Big Data Analytics für Projekte der UN

United Nations Global Pulse

Wie schafft es die UN, ein Monitoring in Echtzeit hinzubekommen, um bei sich anbahnenden lokalen oder globalen sozio-ökonomischen Krisen sehr schnell und effizient einen Überblick zu verschaffen, möglichst schon Krisen im Entstehen zu bemerken um dann früher über Massnahmen entscheiden zu können?

„Big Data“ könnte helfen: Die UN wird dies mit der Auswertung „Digitaler Quellen“ erreichen – das sind Nachrichten, Tweets, Sensorik, öffentliche Datenquellen. Geeignete Verfahren aus dem Umfeld Big Data können diese riesigen Datenmengen analysieren und mit der Expertise von Fachleuten als Informationspool mit Warnfunktionen bereitstellen.

Zur Zeit gibt es Global Pulse Labs in New York, Jakarta und Kampala. 

Ein wichtiges Projekt, dass helfen kann, die Welt für viele einen angenehmeren Ort zu machen.

Hier geht es zur Global Pulse Website der UN: Weiter

 

07 Mai

Zimmer frei: Marktforscher in „Wohngemeinschaft“

 

Die Research Plus bietet ein  interessantes Format – drei bis vier Impulsvorträge in rascher Folge, 15-20 Minuten jeweils. Unser Veranstaltungsort: Das Theater der „Wohngemeinschaft“, Köln, Richard-Wagner-Strasse, die Keimzelle einer sich ausbreitenden Bewegung. Gestern habe ich es zum ersten Male erlebt und auch ausprobiert.

15 Minuten sind gerade lang genug, um was erzählen zu können, aber auch kurz genug, um den Wunsch nach mehr zu wecken. Und das findet dann an der Theke oder im Gastraum der „Wohngemeinschaft“ statt. Wirklich tolle Location.

Die Themen am 6. Mai 2014

Wohnen und Leben im Jahr 2030 – wie kann man solch eine Vision bauen, ohne die Gegenwart einfach frisch angestrichen in die Zukunft zu projizieren? Dr. Tanja Pferdekämper (RWE Effizienz, Dortmund) hat interessante und gangbare Wege aufgezeigt. Stichwort: Unsere Autos sind eigentlich eine Vorwegnahme unserer Wohnzimmer der Zukunft. Elektronische Helferlein, Assistenzsysteme, Klimatisierung, Entertainment, Infotainment, Energieeffizienz. Ich freue mich auf die Zukunft, immer! Hier geht es zum Zukunftshaus in Bottrop (Video).

Facebook-Sucht: Gibt es die und was könnten Gründe sein? Prof. Dr. Christian Bosau zeigte mit einer empirischen Studie die psychologischen Abgründe einer Abhängigkeit von Social Media auf. FoMO ist es – The Fear of Missing Out – die Furcht, etwas zu verpassen, das die Peer-Group schreibt, postet, unternimmt, für richtig oder falsch bekundet. Soziale Kontrolle 3.0. Global Village. Gruppenzwang featured by Facebook. Sollte man drüber nachdenken! Nachgucken kann man hier.

Tonnenweise Meinungsäusserungen zu Produkten und Firmen im Web. Was kann Mafo damit machen? Zusammen mit dem Startup Consetto aus Darmstadt brachten wir einen kleinen Usecase auf die Bühne, eine Auswertung des Facebook-Accounts von FRoSTA. Ins Detail kann man bei 15 Minuten nicht gehen – aber aufzeigen, wie man mit Hilfe semantischer Werkzeuge automatisiert Meinungsäußerungen klassifizieren, auszählen, in Zusammenhänge bringen kann. Und dabei interessante Einblicke in die Dynamik von Social Media erhält. Semantische Analysen machen es möglich, schnell und effizient große unstrukturierte (sprachliche) Datenmengen zu analysieren.

Hat Spass gemacht – Danke an die Veranstalter. Ich komme wieder.

Meinungsvielfalt ist Trumpf: Hier der Artikel zur Veranstaltung auf der marktforschung.de.

11 Apr

Wir müssen reden …

Wieder Zufallsfunde – Querdenken beim Brötchen holen. Unser Big Data Prozessor zwischen den Ohren versteht Zusammenhänge – und Spass. Zum Beispiel, wenn „Dinge“ plötzlich mit einander kommunizieren wollen.

Da braucht es kein „Internet of Things“, nur Augen, Hirn und Kamera.

Der Rheinländer vertraut dem Hermes Boten. In bestem Bönnsch.

IschGlaube

Hermes Bote: Versprochen. Hier versenden Sie einfach und sicher.
Jürgen Hausmann: Isch glaub‘ et Disch!

 

Auch die Musiker scheinen zu kommunizieren – oder die Plakatkleber schaffen Zusammenhänge und lachen sich einen …

Roger Cicero und Peter Kraus im Dialog über die Zukunft …

ZumSchluss

Roger Cicero: Was immer auch kommt
Peter Kraus: Das Beste kommt zum Schluss

Schönen Tag noch

 

18 Feb

O.M.G. – wir haben Mr. X getötet!

Zukunft der Marktforschung bald ohne Mr. und Mrs. X?

Vom 05-07 März 2014  in Köln an der Fachhochschule findet die GOR 14 statt (General Online Research Conference).

Hier gehts zum Programm …

Ich bin am 6.3. von 15:45 bis 16:45 auf dem Podium mit erfahrenen Kollegen zur Diskussion bereit, wenn es um das Thema geht:  „Is Mr. X dead?“ Unter der kundigen Leitung von Prof. Horst Müller-Peters (marktforschung.de) werden wir uns des Themas „Anonymität in der Marktforschung“ annehmen.

Vielleicht werden wir selbst Hand und Verstand anlegen? Und unsere ureigene heilige Milch-Kuh schlachten im vorauseilenden Gehorsam gegenüber Mr. Big Data? Oder wir tanzen traurig den letzten Walzer vor dem Ende der „echten“ Marktforschung? Ich bin sehr gespannt.

6.3.2014 (15:45-16:45) auf der GOR 14 Podiumsdiskussion 

  • Jörg Blumtritt, founder and CEO of Datarella
  • Dr. Lorenz Gräf, founder Globalpark, Boostpark and StartPlatz
  • Hans-Werner Klein, DataBerata, market research consultant
  • Finn Raben, Director General ESOMAR
  • Professor Dr. Rolf Schwartmann, Cologne Media Law Research Center
  • Stephan Thun, CEO Maritz Europe

Ich freue mich, Sie / Euch dort zu treffen. Bis zur GOR 14 in Köln dann.

PS: Diese Konferenz wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) mit lokalen Partnern veranstaltet. Die ideale Veranstaltung, um sich mit Menschen vom Fach auszutauschen, Trends zu analysieren und zu diskutieren. Drei Tage Vorträge, Diskussionen, Sessions, Posters – „Binge Learning“ ist möglich 🙂

02 Sep

The Sexiest Job of the 21rst Century

Seitdem ich Daten erhebe, entdecke, verarbeite, analysiere, interpretiere und in Informationen und Nutzen verwandle, also seit Beginn meines Arbeitens Mitte der 80er als Marktforscher wusste ich: Das ist der interessanteste Beruf der Welt.

Nun ja – wir schrieben das 20. Jhd. Weder die Zahlen noch das Zahlen waren so richtig „sexy“. Dabei haben wir Marktforscher bei der Geburt vieler Dinge und Prozesse geholfen – oder sie gerade angeregt. Zoomkameras, SMS, Kundenorientierung, Spielekonsolen, Happy Endings von Filmen, Käse, Wurst, Werbung (nur die witzige), Schokoriegel und Ökoprodukte. Das Aussehen von Laptops und die Nutzbarkeit der Software darauf.

Jetzt, im 21. Jhd gibt es „Big Data„. Also Große Datenmengen, in denen gesucht wird nach Zusammenhängen, Ideen, Kunden, potentiellen Kündigen und „sehr sehr bösen Menschen“. Und es gibt jede Menge von Big Data Haufen.

Mit diesem Thema beschäftigt sich ein Buch von Rudi Klausnitzer (Das Ende des Zufalls). Klausnitzer ist erfahrener Publizist und Medienwerker. Ihm gelingt es, aus der Sicht eines Nicht-Statistikers zu verstehen und weiterzudenken, was Big Data für unseren Alltag bedeutet. Für unser Leben, unsere Sicherheit bedeuten kann.  Schon mal empfehlenswert, weil gut und kundig geschrieben. Weiterlesen

20 Jun

Das Gerücht in der Menge

Ach – schon so lange her, dass Jay Leno scharfzüngig und hinterlistig wie immer formulierte:  “We wanted a president that listens to all Americans – Now we have one”.

Es ist recht einfach, zu den Enthüllungen über die gigantische Überwachungsmaschinerie der USA eine Meinung zu haben. Besonders, wenn diese Meinung „wohlfeil“ ist, und sich in einer fundamentalen Empörung über diese Unverschämtheit oder einem Unverständnis über diese Empörung im schwarz/weiß verliert.

Und dann auch noch das Baby Big Data mit der Wanne Big Brother ausgeschüttet wird. Aber der Reihe nach.

… bau ’ne Maschine für uns

Die Maschine soll rausfinden, ob von Einzelnen oder Gruppen von Menschen eine Gefahr für Einzelne, Gruppen oder das Staatswesen ausgeht. Wir suchen: potentielle Terroristen. Weiterlesen

27 Mai

Störche, Big Data und Lehrer Bömmel

This Is The Beginning!

Jetzt scheint das Thema Big Data endgültig „kommunikabel“ zu sein: Der Titel im SPIEGEL 20/2013 lässt Big Data als gelungene Melange aus CSI, dem Orakel von Delphi und den römischen Auguren vergären. Fazit: Wir Menschen werden vorhersehbar  – weil berechenbar. Ergebnis: Verbrechen werden verhindert, Käufern werden die Wünsche aus den Daten ablesen. Na gut – eine Prise Kritik am System, das den Menschen gläsern werden lässt, ist auch enthalten. Meine Meinung dazu: Der Artikel weckt Interesse und Erstaunen – läßt aber Tiefe vermissen und ist sehr beschreibend.

Dann mach’s doch besser!

Die 100.000€-Frage: „Big Data – brauchen wir es auch?“ Stellen Sie die Frage doch jemandem, der sich auskennt. Vielleicht Ihrem Marktforscher, dem BI-Spezialisten, Ihrem Marketing  – oder dem Controlling. Die Antworten reichen voraussichtlich über die gesamte Palette:  „Ja!“ „Nein!“ „Vielleicht!?“.

OK, fragen sie uns, die Analysten, die Spezialisten. Wir haben den Status der Ratlosigkeit meist schon überwunden und fragen präziser nach. Denn: Aufklärung ist gefragt.

Dem Buzz-Word auf der Spur

Big Data bedeutet eigentlich nur, dass man sehr viele Daten gesammelt hat, dass man sich derer mit Methoden des exzessiven Data-Mining nähert. Oder einfacher:

Man sucht irgendwas im Heuhaufen. Das können Nadeln, Münzen, Werkzeug, ein Nugget oder auch eine Schatzkarte sein. Findet irgend welche Muster. Das ist der erste Schritt. Weiterlesen

12 Apr

Big Data, Astrophysik, Eifel

Was ist das, diese Art Antenne?

Es ist tatsächlich eine Antenne vom einem Radioteleskop in der Eifel. Der „Astropeiler Stockert“ wurde 1957 von der Uni Bonn in Betrieb genommen und war lange Zeit das größte und präziseste frei bewegliche Radioteleskop, um Astronomen und Astrophysikern große Datenmengen zur Auswertung bereit zu stellen.

So haben die Daten vom Stockert u.a. nachweisen können, dass unsere Galaxy eine spiralförmige Struktur hat. Eine Art Big Data Analyse, die zur Positionsbestimmung des Unternehmens Erde diente.

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Heute dient der Astropeiler sowohl der Forschung wie auch der Kommunikation. Amateurfunker sind sehr aktiv beim Erhalt des Radioteleskops und nutzen die 25m große Parabol-Antenne, um über den Mond als Reflektor weltweit in Kontakt zu treten.

Das Gebäude, das den Radiopeiler trägt ist auch sehr interessant gestaltet.

26 Mrz

Nochmal: Deutschland braucht Eier!

Deutschland braucht Eier! Marktforschung kehrt auf den Boden der Realität zurück

Lesen, denken, handeln! Verlinkung zu Marktforschung.de, denn dort hat Dr. Daniel Salber hat eine Kolumne geschrieben, die Pfefferminz ins Hirn bringt und die mit welken Blättern bedeckten Schamzonen der Mafo-Zunft zum Frühling einlädt:

Zitat: „Blickte ein Psychologe auf die geistige Situation der Zunft, müsste das Ergebnis mit den Worten „manisch-depressiv“ beschrieben werden. Auf der einen Seite spirituelle Erwartungen an gigantische Datenflüsse rund um den Globus und die Hoffnung, nach dem 1000. Marmeladen-Test endlich „gesellschaftliche Innovationen“ anstoßen zu dürfen. Auf der anderen Seite lässt sich die Branche von Google die Butter vom Brot nehmen. Beschwörungen der „Qualität“ klingen wie das Pfeifen im Walde. Wenn Marktforschung = Datensammeln ist, können das die „Multis“ in der Tat besser“. Zitat Ende.

Und es geht in diesem Tempo und Ductus weiter.

Das ist ein echter Aufruf zum Nachdenken, Aufatmen, sich zu besinnen und dann mit frischer Kraft (und notfalls gestrafften Hosenträgern) wirklich beizutragen.

Selten so einen vernichtend ermutigenden Beitrag in letzter Zeit gelesen.

Und bald ist Ostern!